Das Wohnungslosennachtcafe

Was Ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan. Math. 25 / 40

Die Nachtcafes in Dresden sind vom 01.11.2017 bis zum 31.03.2018 wie folgt geöffnet

Montag: Ev. Dreikönigskirche Neustadt, An der Dreikönigskirche 12, Tel: 3291677

Dienstag: Ev.Gemeinde Laubegast, H. Seidel Str. 3, Tel: 2515332

Mittwoch: Kath. Pfarrei Hl. Familie Zschachwitz, Meußlitzer Str. 108, Tel: 2013235

Donnerstag: Ev. Gemeinde Loschwitz, Grundstr. 36, Tel: 2150050

Freitag: Ev. Zionsgemeinde Plauen, Bayreuther Straße 28, Tel: 4717060

Samstag: Ev. Meth. Gemeinde Cotta, Hühndorfer Str. 22, Tel.: 4207325

Sonntag: Kath. Pfarrei St. Petrus, Dohnaer Str. 53, TeL: 270390

Die Nachtcafe – Saison 2016 / 2017 liegt hinter uns. Auch diesmal erhielten die wohnungslosen Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt vom 1. November 2016 bis zum     

31. März 2017 jeden Mittwoch abend 19:00 Uhr bis Donnenrstag früh 7:00 Uhr in unseren Gemeinderäumen Unterkunft, liebevolle Betreuung, Speisen und Getränke.

Zunächst stellten wir Kaffee bzw. Tee und Kuchen bereit. Gegen 20:00 erhielten unsere Gäste ein vollwertiges warmes Essen mit Nachtisch. Während des Aufenthaltes konnten die Obdachlosen auch duschen und ihre Tagwäsche reinigen lassen.

Für die Nacht stellten wir Ihnen dann Bettwäsche, Isomatten, Kopfkissen und Decken zur Verfügung.

Nach der Morgentoilette servierten wir ihnen dann ein Frühstück mit Kaffee oder Tee, aufgebackenen Brötchen, Belag und Obst. Für den Tag konnten sie sich dann noch ein Lunchpaket zurecht machen.

In der abgelaufenen Saison waren die Wohnungslosen an 21 Nächten bei uns in Kleinzschachwitz zu Gast. Dafür waren 126 Einsätze von ehrenamtlichen Betreuern, verteilt auf 3 Schichten, nötig.

1. Schicht ( 19:00 Uhr bis 23:45 Uhr ) jeweils 2 Helfer

2. Schicht ( 23:45 Uhr bis 05:45 Uhr ) jeweils 1 Helfer

3. Schicht ( 05:45 Uhr bis 09:00 Uhr ) jeweils 3 Helfer

An den insgesamt 126 Einsätzen beteiligten sich 67 ehrenamtliche Helferinnen  und Helfer.

Unterstützung für die Wohnungslosenbetreuung erhielten wir auch von folgenden Firmen:

der Firma Henkel Düsseldorf in Form von 3 Europaletten Wasch- und Putzmitteln, sowie Kosmetika,

der Bäckerei Matzker mit ca. 1700 Semmeln und ca. 500 Stück Kuchen / Pfannkuchen,

dem Partyservice Höfer mit ca. 210 kg Frischwurst,

der Wäscherei Luby Service, Werkstatt für behinderte Menschen der Cultus gGmbH Altleuben, die uns wöchentlich die Nachtwäsche und zwei in der Saison alle Decken zu einem günstigen Preis gewaschen hat.

Das warme Essen, ca. 420 Portionen, stellten uns verschiedene Dresdner Sternehotels zur Verfügung. In dieser Saison, deren Ablauf dem Vorjahr gleicht, beteiligen sich zu fast gleichen Teilen:

Steigenberger de Saxe, Plaza, Alt DD, Vienna House QF, Leonardo, Eckberg, Bellevue, Bülow, Wyndham Garden, Innside, Best Western Quintessenz, Hilton, Kempinski, Elbflorenz, Gewandhaus, Art´otel

Von der Dresdner Tafel brachte uns der, durch Spenden finanzierte hauptamtliche Mitarbeiter der Dresdner Nachtcafe´s wöchentlich noch Obst, Gemüse, Kaffee, Zucker, Milch, Brot und Brötchen, Butter, Margarine etc. mit.

Allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unserer Gemeinde Hl. Familie, der VG, der Stephanusgemeinde Kleinzschachwitz, der auf unserem Gemeindegebiet liegenden ev. Gemeinden, aus dem Wohngebiet und allen, die durch ihr Gebet bzw. ihre Spenden zum Gelingen der Nachcafesaison beigetragen haben, ein herzliches "Dankeschön" und „Vergelt´s Gott“.

Wir hoffen, dass Sie auch in dieser NC-Saison 2017 / 2018 wieder ihre Liebe und Zeit den Ärmsten unserer Stadt schenken werden.

Michael Laske

 ALLES VERLOREN

Der Heinz von der Domplatte - war ein Leben lang Elektromonteur

Firma pleite, Frau weggelaufen - alles lief quer.

Nichts mehr zu retten, Finanzamt am Hals,

keinen Pfennig in der Tasche

Nicht aufgepasst, ausgerastet - heute hängt er an der Flasche.

 

Alles verloren - keine Wohnung - keine Arbeit - kein Geld.

Sie nennen sich "Berber" - verachtet vom Rest der Welt.

Dabei liegt das Schicksal nicht immer in den eigenen Händen.

ganz schön fertig - heißt noch lange nicht am Ende!

 

Katharina die "Krumme" - mit ihren 45 Jahren,

keine Zähne im Mund und fettige, strähnige Haare.

Haushalt gemacht, Kinder groß gezogen, Kindergeschrei,

niemals ein Dank, ein Tritt in den Hintern und alles vorbei.

 

Alles verloren - keine Wohnung - keine Arbeit - kein Geld.

Sie nennen sich "Berber" - verachtet vom Rest der Welt.

Dabei liegt das Schicksal nicht immer in den eigenen Händen.

ganz schön fertig - heißt noch lange nicht am Ende!

 

Immer noch Hoffnung - mit dem Rücken zur Wand,

ein bißchen Respekt - vielleicht eine helfende Hand.

Menschen sind Menschen, egal, was sie sind oder haben.

 

Alles verloren - keine Wohnung - keine Arbeit - kein Geld.

Sie nennen sich "Berber" - verachtet vom Rest der Welt.

Dabei liegt das Schicksal nicht immer in den eigenen Händen.

ganz schön fertig - heißt noch lange nicht am Ende!

 

Text: Roger / Angelika

Im Original:

Dä Hein vun dr Domplaat - wor e Levve lang Elektromontör, ...

----------------------------------

Aktualisiert: 11.11.2017

M. Laske